Rotlicht in Wien und der Welt

Roland Friis hat neue Kanzlei in ehemaliger Bordellwohnung

Posted in Kurioses by rotlichtwien on 21. Dezember 2009

Strafverteidiger Roland Friis, im November 2009 übersiedelt. (Foto: Visitenkarte)

(Wien, am 21. Dezember 2009) Das hat sich Roland Friis sicher anders vorgestellt. Doch das Archiv ruht nicht. Irgend etwas kam dem Herausgeber beim Betrachten der Visitenkarte „spanisch“ vor. Die Adresse, die Türnummer.

Ein Gefühl schlich sich ein. Irgendwoher kannte man diese Nummer.

Das Journal sammelt seit Jahren dieses:

  • 1. Bücher (allgemein: bedruckte Medien).
  • 2. Horoskope aus allen Zeitungen (werden digitalisiert und archiviert).
  • 3. Kontaktanzeigen aus der „Kronen Zeitung“ (werden digitalisiert und archiviert).

Die Kisten mit den Horoskopen sind ein Spleen. Sie sollen den Masterplan der Welt ergeben. Herauszufinden ist, was stimmt, wie es Regisseur Roland Emmerich in seinem neuen Film 2012 anspricht: Dass heute in drei Jahren, am 21. Dezember 2012 die Erde untergeht.

Die Beschäftigung mit den Horoskopen begann zum Zeitpunkt, als eine Person mit Sternbild „Skorpion“ verstorben war. Danach wurden Bücher über Sternbild „Skorpion“ gekauft. Steckt in der Astrologie der Weltschlüssel? Seit Jahren werden nun Horoskope gesammelt und chronologisch abgelegt.

Die Kisten mit den Kontaktanzeigen ergeben anderes: In welcher Wohnung wurde einmal der bezahlten Prostitution nachgegangen und was wurde aus ihr (der Wohnung). Man kann theoretisch jeder Hausverwaltung in die Suppe spucken, in dem man den Nachmieter informiert.

Was wurde aus der Lazarettgasse 29/12 – gute Frage? Man erinnerte sich an einen alten Beitrag, in dem das Thema wurde. 2001 tummelten sich Huren im Haus (an der Gasse und im zweiten Stock). 2005 stürzte das Haus fast ein, war einen Tag lang evakuiert. Seit dieser Zeit ist hinter Tür 12 ein Anwalt (Hiob). Seit 2009 ein zweiter Anwalt: Friis.

Kleininserat im Kurier vom 7. November 2001. (Zeitschriftenarchiv Oswald, Repro: MJO)

–>Zum alten Beitrag auf „Blaulicht und Graulicht“, der die Lazarettgasse 29 erstmals thematisierte.
Titel der Geschichte: Einstürzende Altbauten – Wilde Hausdeponie und Hausverwalter (B&G, 17. Juni 2005).

Marcus J. Oswald (Ressort: Kurioses)

Sex-Inserat mit offizieller Email des Magistrats Wien!

Posted in Kurioses by rotlichtwien on 21. Oktober 2005

BKM, 21. Oktober 2005. (Foto: Journal)

(Wien, im Oktober 2005) Das Online-Journal stieß heute im erotischen Ableger des Offertenmagazins BAZAR, das Kontaktinserate beinhaltet, auf folgende Annonce:

„Devoter 38 j., geb. mit Tagesfreizeit möchte sich reifer Herrin bedingungslos unterwerfen, kein KV oder Nadeln, bin auch zu Wohnungsputz oder allen von Ihnen gewünschten sonstigen Dingen bereit.“

Das Inserat wurde am 14. Oktober 2005 geschaltet. Man erreicht es unter BKM.at (Bazar Kontakt Magazin), Abteilung Diverse Kontakte.

BKM (Wien).

Am 21. Oktober 2005 war das Inserat auf der ersten Seite leicht erreichbar. Es steht seit sieben Tagen zu lesen. Der Inserent des einschlägigen Sex-Inserates verwendete dabei eine Email-Rückadresse, die nur Personen halten dürfen, die Beamte sind. „gv.at“ steht für „government“ und „Österreich“, „magwien“ für „Magistrat Wien“ und „m46“ für „Magistratsabteilung 46“.

Emailkürzel einer Magistratsabteilung

Das Emailkürzel ergibt, dass er einer von 240 Mitarbeitern in der Magistratsabteilung 46 ist. Aufgabenbereich der Abteilung passender Weise: Verkehr und Organisation.

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Vollansicht des Inserates vom 21. Oktober 2005

Marcus J. Oswald (Ressort: Kurioses)

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