Rotlicht in Wien und der Welt

Richard Steiner – Der Sir bekommt vielleicht eine Mordanklage

Posted in Richard Steiner by rotlichtwien on 22. September 2010

Richard Steiner, 40, nun in Nöten.

(Wien, im September 2010) Kürzlich sprach der Herausgeber mit einem Beamten des LVT. Das geschah inkongnito. Das heißt, der Beamte wusste nicht, dass der Herausgeber in Medien macht. Man war sich trotzdem sympathisch und begann ein Gespräch. Der Mann sagte: „Also, ich war bei der Buchpräsentation von diesem Buch vom Zäuner, wie heißt das schnell…“ – „Unterösterreich.“ – „…ja, genau, also ich war bei der Buchpräsentation dieses Buches im 4. Bezirk in einem Lokal und da kam auch Richard Steiner. Er machte einen sehr guten Eindruck, ein richtiger Sir. Ich dachte nie, dass man dem einmal irgendetwas nachweisen kann.“

Zum Fall Richard Steiner und der Operation Friends ist es still geworden in der Öffentlichkeit. Man kann dagegen wenig machen und niemanden zwingen, dass er etwas sagt. Der Akt hat eine hohe Sicherheitsstufe (Verschlussakt). Wer das Siegel bricht, macht sich strafbar.

Für Mitarbeiter ist Steiner ein Sir

Die Proponenten seines Freundeskreises sitzen großteils in Haft (Eisenstadt, Wien, Korneuburg). Im Café Rosso am Wiener Neubaugürtel sitzen so wenige Leute wie vor April. Jene, die dort sitzen, schweigen und trauern still um ihren Boss, der seit sechs Monaten in U-Haft sitzt. Für sie bleibt er ein Sir.

Der Anwalt des Richard Steiner ist auch ein Sir. Christian Werner sitzt oft im gleichen Raum im Caféhaus im Landesgericht Wien beim Menüessen (immer mit Salat wegen der Vitamine!), einmal sogar am selben Tisch. Der Herausgeber bleibt stets inkognito, denn ein Prinzip ist, nie mit den Anwälten zu schmusen. Sie geben nur ihren subjektiven Standpunkt Preis, der oft ein Fanatasieprodukt ist. Zudem hat Werner (aus der Kanzlei Rast & Rast) zu viele Fälle gleichzeitig in Bearbeitung, wie immer bei den „Starverteidigern“ am Landesgericht Wien, die längst Euro-Millionäre wurden, sodass ihm beim Mittagessen schon einiges im Mund durcheinander kommen könnte, bei sovielen Akten. Wozu also fragen? Wenn wenig dabei herauskommt und Millionäre mit dem berichterstattenden Fussvolk ohnehin nur reden, wenn es dem Anhäufen der Euro-Millionen durch entsprechende PR-Berichte und Foto-Dienste nützt (wie es zum Beispiel die „Kronen Zeitung“ gern macht, wo Werner statistisch am Öftesten mit Bild abgedruckt ist; selbst dann, wenn sein Mandant 12 Jahre Haft bekommt – bei einem Rahmen bis 15!).

Ein richtiger Sir ist aber Wolfgang Höllriegl. Höllriegl sollte noch lange nicht aufhören. Derzeit macht er wieder Laufburschentätigkeiten für die Zeitung „Österreich“. Sein Herausgeber Wolfgang Fellner hetzt den 57-Jährigen in die Gerichtssäle, wo er gelegentlich nun wieder sitzt und die Ohren spitzt. Höllriegl weiß in der Ausgabe „Österreich“ Nr. 1463 vom 21. September 2010 auf Seite 13 zu berichten, was ihm ein Zundgeber geflüstert hat: Der „Lange Peter“, ehedem Leibwächter von Richard Steiner, ist innerhalb der Justizanstalten verlegt worden!

Leibwächter Langer Peter belastet seinen Herren

Das ist an sich noch keine News. Interessanter ist der Grund. Der „Lange Peter“, so Höllriegl im Bericht, habe in der U-Haft eine brisante Aussage gemacht. Nämlich, dass er bei einer „Strafaktion“ dabei gewesen sein will, die so ablief: Zwei Prostituierte wären betäubt und in die Donau geworfen worden. Doch sie erwachten im kalten Wasser und sind nicht ertrunken. Ob Richard Steiner den Auftrag gab oder dabei war, ist noch ungeklärt.

Wenn das stimmt, was der „Lange Peter“ zu Protokoll gab, dann muss es durch Ermittlungen weiter erhärtet werden. Wenn sich das als Tatsache herausstellt, müsste eine Anklage nach Versuchtem Mord folgen.

Auf Grund dieser neuen Situation wurde der „Lange Peter“ mit seiner Größe von 2 Meter 13 nun mit dem Krokodil in die Justizanstalt Korneuburg verlegt. Das diene zu seinem Schutz, den ihm nach dieser Belastungsaussage sein ehemaliger Herr Richard Steiner, der am 27. Oktober 2010 in Haft 40 Jahre alt wird, nun nicht mehr bieten kann.

Marcus J. Oswald (Ressort: Richard Steiner)

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