Rotlicht in Wien und der Welt

Haftprüfung für „Operation Friends“ steht bevor

Posted in Richard Steiner by rotlichtwien on 24. Mai 2010

Richard Steiner (links im Bild) hat diese Woche nächste Haftprüfung. (Fotoübergabe durch Werner Tomanek)

(Wien, im Mai 2010) Die Polizei- und Lauschaktion hieß „Operation Friends“. Jede Task Force hat einen Namen. Diese betraf in den kalten Frühjahr-Tagen 2010 den Freundeskreis um Richard Steiner. Die Ermittlungen zogen sich hin, wurden nach Langenzersdorf verlagert, wo diverse Kronzeugen tätig wurden. Wie ein heißes Gerücht aus der Wiener Szene lautet, war einer dieser Kronzeugen ein gewisser „Versace“, bekannt aus einem anderen Prozess.

Die Prüfung (des Gewissens)

In der Kalenderwoche 21 steht nach Rechnung des Journals die nächste Haftprüfung bevor. Das Ritual mit den Haftprüfungen läuft bei jedem Insassen gleich. Die gewissenhafte Prüfung durch den Haftrichter, ob jemand reif für die Freiheit ist oder nicht, erfolgt beim Untersuchungshäftling zum Anfang nach zwei Wochen, dann nach einem Monat und danach alle zwei Monate. Theoretisch kann das zwei Jahre so gehen. Dann aber muss dem Häftling eine Anklage zu Gesicht gebracht werden. Ansonsten ist er zu entlassen.

Man kann im Fall der Gruppe Steiner nichts voraussagen. Das Journal meint, dass im November ein Prozess kommt. Heiße Gegner des Steiner in der Szene meinen, dass er „bis zu 14 Monate“ in U-Haft bleibt und dann der Prozess kommt. Fest stehen nur drei Dinge: Die Hütte (JA Josefstadt) ist voll. Von Beschleunigung der Justizmühlen kann keine Rede sein. Dazwischen macht sicher wieder einmal die Richtergewerkschaft Druck und bestreikt die eine oder andere Woche.

Der Anwalt

Von Anwalt Christian Werner herrscht weiter Funkstille. Das kann, rational gesehen, Ursachen haben. Er kennt den Akteninhalt nicht oder er ist schwer am Arbeiten und will nicht gestört werden.

Das Foto

Was war noch? Ach ja. Das Foto. Das Foto oben. Das Foto mit Richard Steiner (li.), Easy (re.) einem weiteren und einem Hund wurde einem Johann B. im September 2008 von Anwalt Werner Tomanek brieflich ausgehändigt. B. wiederum gab es dem Journal weiter. Die grundlegende Frage ist, aber das interessiert wirklich nur Insider: Warum kommt Werner Tomanek zu einem Foto von Richard Steiner? Und warum schickt er es weiter? Zu Werbezewecken? „Schauet her, wen ich alles kenne. Ich bin’s, der Top-Anwalt. Bucht MICH.“ Dem Journal soll’s egal sein. Es wird gezeigt. Damit nicht nur „Österreich“ sagen kann, man hat es schon einmal gebracht.

Schließlich gehört Wolfgang Fellner zwar eine kleine Zeitung, aber nicht die ganze Welt.

Marcus J. Oswald (Ressort: Richard Steiner)

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