Rotlicht in Wien und der Welt

Gürtel-Partie wird ausgedünnt – Wieder Razzia und Festnahmen im „Pour Platin“

Posted in Richard Steiner, Wien by rotlichtwien on 17. April 2010

Neuerlich Razzia und Verhaftungen in der Gürtel-Partie rund um Richard Steiner. (Notiz Neue Kronen Zeitung 17. April 2010, S. 17; Archiv Blaulicht und Graulicht)

(Wien, im April 2010) Der Anwalt des Richard Steiner, Christian Werner vom Lugeck, legt seine Öffentlichkeitsarbeit im Fall rund um die Zerschlagung der „Gürtel-Partie“ so an: Sein Mandant kann das Wort „Mafia“ nicht einmal buchstabieren. Außerdem ist sich sein Mandant Richard Steiner „keiner Schuld bewußt“.

Der Anwalt, das sagt er dazu, hatte noch nicht Akteneinsicht. Es ist ein „Verschlussakt“, da nach „organisierte Kriminalität“ ermittelt wird. Einen Enthaftungsantrag werde er sofort stellen, denn wie könne man den Mann, der sich in zwei „News“-Interviews (2008 und 2009) als der Regent des Wiener Gürtel-Geschäfts rund um Sexclubs, Automaten und die exjugoslawische Kampfsportszene inszenierte, weiter hinter Gitter halten?

Den Wiener Anwalt vom Lugeck, der mit den beiden Rast-Brüdern eine geschniegelte Kanzlei im Herzen Wiens betreibt, muss man aufklären. Denn es könnte sein, dass er über den gegenwärtigen Lauf der Dinge nicht ausreichend informiert ist.

Organisierte Kriminalität

Derzeit sind in Österreich in vier Bereichen Ermittlungen im Justizstadium angekommen, in denen es um “organisierte Kriminalität” geht. Die Fälle sind unterschiedlicher Natur:

  • 1. Die radikalen “Tierschützer” mit ihren Gewaltfantasien. (LG Wiener Neustadt, Prozess läuft aktuell)
  • 2. Die radikalen “Väterrechtler” mit ihren Hasspamphleten gegen die Justiz. (LG Linz, Prozess in Vorbereitung)
  • 3. Eine 30-köpfige Einbrecherbande aus Georgien, die 30% aller Wiener Einbrüche begangen haben soll. (LG Wien, alle in Haft)
  • 4. Die Wiener “Gürtel-Partie” rund um Richard Steiner und die exjugoslawische Kampfsportszene. (LG Wien, mehrere in Haft)

In vier größeren Causen wird also der § 278a StGB, die Bildung einer kriminellen Vereinigung, von Behörden in den Mittelpunkt gerückt. Einmal geht es um linksradikale, staatsfeindliche Ideen, bestens in Webforen und Emailverteilern dokumentiert. Einmal geht es um rechtsradikale, staatsfeindliche Ideen rund um “Väterrechte”, bestens in Webforen dokumentiert. Einmal geht es um rein ökonomisch motivierte Diebeszüge an der Wiener Gesellschaft durch angebliche Asylwerber. Und einmal geht es um handfeste ökonomische Rotlichtinteressen bis hin zum Gewaltregime, Schutzgeld, Menschenhandel, Geldwäsche und Glückspiel.

„Mafia-Paragraf“

Es ist der Trend der Zeit, dass der Staat und seine Behörden plötzlich im Jahr 2009 und 2010 verstärkt den “Mafia-Paragrafen” einsetzt, um systematisches Vorgehen von Gruppen aufzulösen, die Grundregeln der Kommunikation und Chancenfreiheit anderer missbrauchen.

Der Anwalt des Richard Steiner hofft auf baldige Entlassung des 39-Jährigen, der sich als Capo des Wiener Rotlichts gesehen hat. Dazu tritt er mit Durchhalteparolen an die Medien heran, die das nachdrucken wollen und informiert die Öffentlichkeit, dass er seinen Mandanten bereits „zwei Mal“ in der U-Haft besucht hatte. Zwei Mal. Ohne Aktenkenntnis. Worüber wurde geredet? Über das schöne Wetter?

Richard Steiner agierte übrigens mit voller Rückendeckung des Eduard Höbaus, der in Gutau auf seinem Landsitz wohnt, zuschaute und still und leise seine Beteiligungen kassierte. Die allgemeine Frage, die man sich in Wien stellt, ist ja, warum nicht auch Eduard Höbaus längst in U-Haft gewandert ist, da auch er „part of the game“ ist.

Landsitz Eduard Höbaus

In diesem Haus in Gutau wohnt Eduard Höbaus. Sein Grundstück umfasst 315.000 Quadratmeter. Er hat Richard Steiner in seine Firmen eingesetzt. (Foto: Archiv Blaulicht und Graulicht - copyright bei B&G!)

Eine Enthaftung des Richard Steiner ist so bald nicht abzusehen. Dieses Journal geht davon aus, dass ein Prozess im November 2010 über die Bühne geht und bis dahin alle wesentlichen Köpfe der „Gürtel-Partie“ in U-Haft bleiben.

Anwalt Christian Werner wird weiterhin den Optimismus desssen versprühen, der vom Lebensglück gesegnet ist, gute Jacketkronen im Mund zu tragen. Werner hat sich seine Kronen redlich verdient. Doch dieser Fall ist eine Dimension größer. Die Behörden haben die Schließung des Lokals „Pour Platin“ am Neubaugürtel 15 im Auge.

Am Samstag, den 17. April 2010, berichtete die „Kronen Zeitung“, die beste Kontakte in die Wiener Polizei hat (Aussage Redakteur zum Journal: „Wie bringen einmal zu Weihnachten in jedes Wachzimmer ein paar Flascherl Sekt und halten so den guten Kontakt in die Polizei“): Am Freitag gab es erneut eine Razzia im „Pour Platin“ und ein Kellner wurde festgenommen. Dem Vernehmen nach ist es der Geschäftsführer. Außerdem wurde auch ein Türsteher in Arrest genommen.

Man darf auf den ersten Enthaftungsantrag durch Anwalt Christian Werner gespannt sein.

Marcus J. Oswald (Ressort: Richard Steiner, Wien)

3 Antworten

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  1. […] im April 2010) Die nächtliche Razzia im “Pour Platin” verfolgte offenbar das Ziel zu verhindern, dass die Geschäfte im […]

  2. […] girls 2010  Pour Platin, where I lost my Vienna virginity to Maria, went out of business due to the owner being jailed and this month I found it completely knocked down Has anyone ever lost so many of their […]


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