Rotlicht in Wien und der Welt

Victor Hennemann – Grosse Feierlichkeiten beginnen!

Posted in Wien by rotlichtwien on 5. Juni 2009

Der Schöpfer hat sich etwas dabei gedacht, als er Apollo geschaffen hat. Die großen Feierlichkeiten des Victor Hennemann beginnen. (Foto: Aus einem von Victors Medien, Archiv B&G)

(Wien, im Juni 2009) Als Herr Victor, genannt Vickerl, in der Vorwoche im Café des Landesgerichtes Wien am Stehtisch lehnte, war es für seine Verhältnisse früher Morgen. Er hatte leichten Stress. Er ging jemandem als Zeuge. Danach brauchte er Rotwein. Zwei Gläser. Der Wiedererkennungsfaktor bei Victor Hennemann ist hoch: Die Haare („Federn“) lang, die Uhr(en) schwer, das Gold um den Hals lang und schwer, der lange Ledermantel sehr schwarz. Den Traubensaft hat er sich verdient. Denn die Feierlichkeiten beginnen nun.

Grillfest – Oben Ohne

Am 19. Juni 2009 steigt – ohne Anlass – ein Grillfest in seinem Frühstückszimmer, dem Lokal „Kerzenstüberl“ in der Kaiserstraße 30. Im Lokal wird traditionell freizügig „Oben Ohne“ bedient. Zum Grillfest sind Charmeure und Freunde des Lokals geladen.

50. Geburtstag! – Unten Nichts

Die Feierlichkeiten werden sich steigern. Am 12. August 2009 begeht der einst jüngste Wiener Verleger von Pornozeitschriften seinen 50. Geburtstag! Die Überraschung ist nicht, dass er es noch erlebt, sondern wie gut er sich gehalten hat. Was zum Festtag auf der Großraummatratze geplant ist, ist noch gut verhütetes Geheimnis.

Pendlerdasein

Allen Gerüchten zum Trotz (die stets aus der Latrine kamen und unwahr waren), ist Victor Hennemann fitter denn je. Von ausgebrannt keine Spur. Der letzte „King of Swing“ (Sex mit 4.000 Frauen) steht und mitten im Leben. Er pendelt täglich im Triangel zwischen Großraumwohnung in der Mariahilferstraße (250 qm, sein Schlafzimmer), „Kerzenstüberl“ in der Kaiserstraße (100 qm, sein Frühstückszimmer) und seinem „Atlantis-Swingerclub“ in der Schottenfeldgasse (1.000 qm, sein Wohnzimmer).

King of Swing

Der Mann, der im Alter von 23 Jahren als jüngster Pornoverleger Österreichs mit erotischen Zeitschriften den Einstieg in das Medienbusiness suchte (im Jahr 1983) und unter neben anderem die Trashzeitschrift KORE (Kontakt Revue) gründete, läßt sich nicht unterkriegen. Der Kämpfer mit den Höhen und Tiefen des Lebens und verkannte Literat mit Ausbildung in der Schauspielschule Kraus schrieb schon mit 15 Jahren Mutzenbacher-Geschichten. Den Ton des Boulevards beherrscht er. Er schreibt jede Geschichte in seinen Zeitschriften (KORE und andere) selber. Von Lustlosigkeit oder Aufhören keine Spur.

Brand kein Hindernis

Selbst ein „Totalschaden“ (Link noch inaktiv) nach einem Vollbrand in seinem Herzstück „Kore Palast“ im Jahr 2006 konnte ihn nicht umbringen.

Für eine Würdigung seines literarischen Schaffens wäre es einmal höchste Zeit. Einige Monate voraus aber schon beste Geburtstagswünsche dem fantasiebegabten Könner und Entertainer.

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Für Filmfreunde: Hundstage (2001)
Filmcast: Der Liebhaber
Presse: „Hundstage hat Stil, Schärfe und Insistenz.“ (Der Spiegel)
Filmplakat (Vickerl Hennemann vorne drauf):

Victor Hennemann als Filmakteur.

Victor Hennemann in Venedig: Mit Film und viel Gold. (Fotoquelle: Ulrich Seidl, Repro: Oswald)

Apollon Verlagsgesellschaft (Hennemann – ohne Webseite)

Marcus J. Oswald (Ressort: Wien)

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